Rheumaschmerzen

Rheuma – unter diesem scheinbar eindeutigen Begriff verbergen sich rund 450 Erkrankungen, die alle eines gemeinsam haben: An den Bewegungsorganen verursachen sie mehr oder weniger starke Schmerzen und Funktionseinschränkungen, die mit krankhaften Organveränderungen einhergehen können. Dies trifft auch auf die im folgenden beschriebenen rheumatischen Erkrankungen entzündliches Gelenkrheuma (chronische Polyarthritis), Morbus Bechterew und Fibromyalgie zu.

Bei allen Gemeinsamkeiten gibt es aber auch deutliche Unterschiede: Rheumatische Erkrankungen können lokal begrenzt sein, wie die Arthrose (siehe auch Broschüre Arthroseschmerzen); sie können aber auch den ganzen Organismus erfassen, wie die chronische Polyarthritis oder Morbus Bechterew. Die Krankheit kann primär die Gelenke schädigen oder wie die Fibromyalgie an den Muskeln und Sehnen Schmerzen auslösen.

Die meisten schweren rheumatischen Erkrankungen können zurzeit noch nicht geheilt werden. Es wurden aber in letzter Zeit neue Medikamente entwickelt, die den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen und die Beschwerden vieler Rheuma-Patienten verbessern können.

Bei Patienten mit chronischer Polyarthritis, deren rheumatologische "Basistherapie" (siehe Seite 6) vorübergehend oder dauerhaft unzureichend ist und die weiter unter quälenden Dauerschmerzen leiden, richten sich immer mehr Ärzte nach dem Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und verordnen bei besonders belastenden Schmerzen auch stark wirksame Opioide. Diese Schmerzmittel lindern die Schmerzen nicht nur sehr effektiv; da sie zugleich relativ gut verträglich sind, können sie auch langfristig eingesetzt werden.

Die richtige Schmerztherapie macht es vielen Rheuma-Patienten leichter, ihre Krankheit und die damit verbundenen Funktionseinschränkungen zu akzeptieren und wieder aktiv am Leben teilzunehmen.

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