Weitere Kapitel zu diesem Thema:
- Phantomschmerzen und deren Entstehung
- Phantomschmerzen behandeln
- Alternativen zu Medikamenten
- Teilnahme an einer Studie
Was gibt es für Alternativen zu Medikamenten?
Mit den nichtmedikamentösen Verfahren versucht man nun die oben beschriebenen
Veränderungen der Gehirnfunktionen wieder zu „normalisieren“.
Der erste neue Therapieansatz ist die Spiegeltherapie,
ein ergotherapeutisches Verfahren, das seit einigen Jahren weltweit und
seit ca. 2 Jahren in unserer Klinik eingesetzt wird. Dabei werden spezielle
Übungen an der gesunden Gliedmaße vor einem Spiegel durchgeführt.
Dadurch wird dem Gehirn vorgetäuscht, dass diese Übungen mit der amputierten
Extremität durchgeführt werden. Die Erfahrungen der ersten beiden Jahre sind
sehr viel versprechend.
Der weitere Therapieansatz ist die sog. transkranielle
Magnetstimulation (TMS). Bei diesem Verfahren werden die Gehirnregionen,
in denen die Schmerzempfindung gestört ist, direkt durch Magnetimpulse beeinflusst.
Für mehrere chronische Schmerzerkrankungen wurde bereits der therapeutische Effekt nachgewiesen.