Weitere Kapitel zu diesem Thema:

  1. Phantomschmerzen und deren Entstehung
  2. Phantomschmerzen behandeln
  3. Alternativen zu Medikamenten
  4. Teilnahme an einer Studie

Was gibt es für Alternativen zu Medikamenten?

Mit den nichtmedikamentösen Verfahren versucht man nun die oben beschriebenen Veränderungen der Gehirnfunktionen wieder zu „normalisieren“. Der erste neue Therapieansatz ist die Spiegeltherapie, ein ergotherapeutisches Verfahren, das seit einigen Jahren weltweit und seit ca. 2 Jahren in unserer Klinik eingesetzt wird. Dabei werden spezielle Übungen an der gesunden Gliedmaße vor einem Spiegel durchgeführt. Dadurch wird dem Gehirn vorgetäuscht, dass diese Übungen mit der amputierten Extremität durchgeführt werden. Die Erfahrungen der ersten beiden Jahre sind sehr viel versprechend.

Der weitere Therapieansatz ist die sog. transkranielle Magnetstimulation (TMS). Bei diesem Verfahren werden die Gehirnregionen, in denen die Schmerzempfindung gestört ist, direkt durch Magnetimpulse beeinflusst. Für mehrere chronische Schmerzerkrankungen wurde bereits der therapeutische Effekt nachgewiesen.

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