Weitere Kapitel zu diesem Thema:
- TENS
- Warum kann die TENS bei chronischen und akuten Schmerzen helfen?
- Vorteile der TENS-Methoden
- Welche Schmerzformen können mit TENS behandelt werden?
- Wie lange sollte eine TENS-Behandlung dauern?
- TENS-Elektroden - ein Schlüssel zum Behandlungserfolg
- Die Elektrodenplatzierung - wichtig für eine erfolgreiche Behandlung
- TENS - Übersicht Anlagebeispiele
Warum kann die TENS bei chronischen und akuten Schmerzen helfen?
Wenn die TENS-Behandlung mit einer hohen Stromfrequenz durchgeführt wird, hat dies bei richtiger Elektrodenanlage zur Folge, daß die schmerzleitenden Nerven nicht mehr in der Lage sind dem Gehirn die Schmerzimpulse weiterzuleiten. Vereinfacht gesagt kommt es zu einer Erschöpfung und Entladung der Weiterleitungsstation am Rückenmark. Dies funktioniert auch, wenn die Elektroden nicht direkt an der Wirbelsäule liegen.
Die zweite Wirkmöglichkeit setzt bei dem körpereigenen Schmerzmittel, den Endorphinen an. Bei einer Niederfrequenten TENS-Anwendung wird die Ausschüttung dieser körpereigenen Schmerzmittel angeregt. Die Endorphine besetzen dann Rezeptoren die dann nicht mehr von den Botenstoffen, die die Schmerzimpulse weiterleiten, benutzt werden können. Hierbei ist positiv zu bemerken, daß die schmerzstillende Wirkung nicht auf das Behandlungsgebiet begrenzt ist.
Bei beiden Wirkprinzipen spielt die Elektrodengröße, auch das Verhältnis der Größe zueinander, die Stromfrequenz, die Plazierung der Elektroden, die Stromstärke und nicht zuletzt auch die eine große Rolle.