Weitere Kapitel zu diesem Thema:
- TENS
- Warum kann die TENS bei chronischen und akuten Schmerzen helfen?
- Vorteile der TENS-Methoden
- Welche Schmerzformen können mit TENS behandelt werden?
- Wie lange sollte eine TENS-Behandlung dauern?
- TENS-Elektroden - ein Schlüssel zum Behandlungserfolg
- Die Elektrodenplatzierung - wichtig für eine erfolgreiche Behandlung
- TENS - Übersicht Anlagebeispiele
Die Elektrodenplatzierung - wichtig für eine erfolgreiche Behandlung
Für einen optimalen Erfolg der TENS-Therapie ist die richtige Elektrodenposition Voraussetzung. Um diese zu finden, ist manchmal viel Zeit und Geduld erforderlich.
Die Lage der Elektroden sollte sich hauptsächlich nach der Schmerzlokalisation, der segmentalen Schmerzausstrahlung, dem Verlauf betroffener Nerven sowie der Lage von Trigger- oder Akupunkturpunkten richten.
Von weiterer Bedeutung ist die zu behandelnde Krankheitsart. Bei der konventionellen TENS werden vorzugsweise oberflächige sensorische Nervenäste stimuliert:
- Elektrodenlage direkt über oder in der unmittelbaren Nähe des Schmerzgebietes bzw. Einkreisen des Schmerzareals mit 4 Elektroden oder von beiden Seiten, evtl. auch mit Aluminiumstreifen
- Elektrodenlage über dem peripheren Nerv (Hauptnervenstamm), der das Schmerzgebiet versorgt
- Elektrodenlage im zugehörigen Segment, wobei eine Elektrode (Kathode) neben der Wirbelsäule, die andere im entsprechenden schmerzhaften Dermatom plaziert wird
- Elektrodenlage über Trigger- bzw. im Segment liegende Akupunkturpunkte (z. B. eine Elektrode (Anode) über dem schmerzhaften Triggerpunkt, die andere über dem Schmerzgebiet)
- Elektrodenlage im selben Segment auf der gegenüberliegenden gesunden Seite, wenn das Behandlungsgebiet zu empfindlich ist (z. B. bei mancher Gesichtsneuralgie) oder wenn die normale Elektrodenlage zu keinem Erfolg führte. Auch die beidseitige Elektrodenplazierung hat bei einseitigem Schmerz oft günstige Wirkungen
Die Körperoberfläche des Menschen ist in Segmente oder Dermatome aufgeteilt. Die Segmente beginnen im Bereich der Wirbelsäule am Austritt der Nerven aus dem Wirbelkanal und folgen dem Nervenverlauf.
Trigger-Punkte sind Punkte in der Muskulatur die besonders schmerzhaft auf Druck reagieren. Oft sind solche Punkte mit Muskelverhärtungen verbunden. Akupunkturpunkte sind die Punkte, in die bei der Akupunkturbehandlung die Nadeln eingestochen werden.
Sensorische Nerven sind Nerven die Sinnesreize (Druck, Kälte, Wärme usw.) an das Gehirn weiterleiten. Motorische Nerven sind Nerven die "Bewegungsaufträge" vom Gehirn an die Muskulatur weiterleiten.
Ein peripherer Nerv ist ein Nerv der von der Wirbelsäule abgeht oder zur zur Wirbelsäule hinführt.